Cap Sizun, Phare d´Eckmühl und ab in den Süden

Also auf der Presqu´île de Crozon hätte man es noch länger aushalten können, aber hier war ja quasi erst die Hälfte der Bretagne. Wir brachen also auf weiter in den Süden, wo zuerst noch das Cap Sizun auf uns wartete, quasi der Südzipfel des Westens ;-)
Auch hier war die Landschaft wieder atemberaubend schön. An der Pointe de Brézellec machten wir bei fantastischer Aussicht auf die Steilküste noch in leichtem Nebel unsere Mittagspause.

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An der Pointe du Van spazierten wir dann schon wieder im Sonnenschein. Die Pointe du Raz verließen wir direkt wieder, dort war die reinste Abzocke. Warst du erst mal hin abgebogen wollten die schon gleich Geld von dir, ohne dass du eigentlich wieder die Biege machen konntest. Ich erzählte der Kassendame, dass wir aber genau das wieder machen wollten….die Kurve kratzen….und so konnten wir direkt über den Parkplatz wieder raus. Das war vielleicht ein Rummel dort. Da war die Pointe du Van viel viel schöner und ruhiger.

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Das Tagesziel war aber Penmarc´h schon weiter die Küste runter Rg. “Süden”. Dort wartete der Phare d´Eckmühl auf uns. Einer der schönsten Leuchttürme der Bretagne und den wollten wir jetzt auch wirklich besteigen. Hatten extra im Internet nachgeschaut, ob der wenigstens geöffnet war und wir nicht wieder wie am St. Mathieu vor verschlossener Tür standen. Hier die Photos vom “Treppenhaus”, das komplett mit Opalglas verkleidet ist, und von der Aussicht. Der Himmel hatte sich extra ganz dramatisch mit Wolken zugezogen und es blies ein ordentlicher Wind. Genial!

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Am nächsten Morgen spazierten wir zunächst noch bei Penmarc´h in st. Guénole an den Felsen entlang bevor wir ins benachbarte Guilvinec aufbrachen, einem kleinen Fischerdorf.

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Von Guilvinec aus wollten wir auf dem Weg nach Pont Aven noch einen Zwischenstop am Strand einlegen und steuerten die Pointe de Mousterlin nahe Benodet an. Allerdings machte uns dieses mal das Wetter einen 15 minütigen Strich durch die Rechnung, da es das erste Mal seit unserem Aufbruch vor 2 Wochen tagsüber regnete. Nachts hat es bisher auch ein einziges Mal geregnet. Da sag nochmal einer was gegen das Wetter in der Bretagen. Wir sahen vom Strandspaziergang aus die Regenfront auf uns zukommen und kamen noch trocken wieder am Womo an.

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Als wir in Pont Aven ankamen schien schon wieder die Sonne. Wer den Krimi “Bretonische Verhältnisse” kennt, dem kommt Pont Aven vielleicht bekannt vor. Naja, und Kunstkenner natürlich, da hier Gauguin mehrfach weilte und einige seiner bekannten Werke hier entstantden sind. Klar, dass wir es wegen Gauguin kannten, gell!? ;-)
Pont Aven kam uns richtig romantisch vor und wir spazierten noch stundenlang durch die Gassen, obwohl es schon recht spät am Tag war. Etwas Aufregung gab es noch, kurz bevor wir wieder ans Wohnmobil zurück wollten. Wir hatten bereits über ca. eine Stunde lang einen Hund bellen gehört, der auf der anderen Uferseite im Hafen an einem Baum angebunden war. Es lies und keine Ruhe, denn er wirkte ausgesetzt. Wir gingen also noch rüber, obwohl wir müde und hungrig waren, aber wir mussten sicher sein, was mit dem Hund ist. Ein junger rumänischer Mann, der in der Nähe des Hundes mit seinem Boot vor Anker lag kam kurz vor uns beim Hund an. Wir unterhielten uns mit ihm und mit einer weiteren Passantin, die auf den Hund aufmerksam geworden war. Die Passantin wollte die Gendarmerie verständigen. Ich ging zum Hund (Thomas musste unsere beiden Bändigen) und er kam sofort zu mir, lies sich steicheln und versuchte, die Leckerli aus meinem Beutel zu klauen, als ich mich zu ihm setze. Nach einigen Minuten kam ein alter Mann und meinte auf Französisch zu dem Hund “na, hast du Freunde gefunden?”. Ich meinte nur entsetzt, ob das vielleicht sein Hund sei. “klar” antwortete er, was mich total auf die Palme brachte. Ich beschimpfte ihn in meinem “besten” Französisch, dass er doch wohl keinen Hund an einen Baum binden konnte und über Stunden alleine lassen ohne Wasser ohne alles. Der junge Rumäne hatte uns gesagt, dass er bestimmt schon 2 Stunden dort war. Ich fragte den Alten, ob er den Hund denn nicht habe Bellen gehört. Halb Pont Aven hatte es hören müssen. Er verneinte mit einer total ignoranten Miene. Ich hätte ihm in die arrogante Visage springen können und meinte nur, es sei schon jemand zur Gendarmerie unterwegs, da wir alle der Meinung gewesen seien, der Hund wäre ausgesetzt worden. Da endlich kam Bewegung in den Kerl und er machte schnurstracks die Leine vom Baum ab, meinte zu mir, jetzt sei ja alles in Ordnung und er würde den Hund jetzt ins Auto bringen. Hund und Mann machten zu allem Überfluss einen gepflegten Eindruck! Man sollte doch meinen, dass zivilisierte Menschen ihren Hund nicht einfach an irgendeinem Baum anbinden und mal grad stundenlang dort lassen, weil sie ihn mal eben nicht gebrauchen können! Unglaublich!! Aber jetzt konnten wir halbwegs beruhigt zum Womo zurück. So, genug geschimpft. Hier noch die Fotos aus dem tollen Ort!

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Am nächsten Tag war uns nach Strand. Zuerst ging es nach le Pouldu. Auch hier hatte Gauguin gemalt und wieder viel uns auf, wie hell hier die Sonne ist und wie klar die Luft. Die Farben von Meer, Strand und der Umgebung waren richtig strahlend.

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Schließlich rollten wir bei Guidel-Plage über eine am Meer velaufende Straße die in der Michelin-Karte grün (also schön) eingezeichnet war. Und wir straunten nicht schlecht, als wir direkt an Traumbuchten entlang rollten. Quasi rechts Strand und Meer und links neben der Straße ein Womo-Stellplatz am Anderen. Also spontan: STOP! Feierabend. Hundegassirunde und danach Thomas und ich mal ohne Hunde an den Strand. Der Atlantik war großartig! Richtig hohe Wellen, auf denen Wellenreiter turnten. Strahlendblauer Himmel! Klar, dass wir hier auch schwimmen gingen. Die Wellen waren so hoch wie ich…..ok….also schon hoch….jedenfalls hoch genug, dass man beim Schwimmen zwischen den Wellenbergen kein Land oder Horizont mehr sah und vorn hoch genug, dass auch wenn man noch Stand die Wellen über dem Kopf zusammenschlugen. Was für ein Spass!!

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Atlantik-Wall-Bunker gab es auch, mit Kunst und spielenden Kindern! Nicht schlecht, finde ich! Seht ihr die 2 Bengel oben rechts sitzen?

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Der Stellplatz war so cool und so ließen wir bei Jack-Johnson-Musik und Sonnenuntergang den perfekten Badetag ausklingen.

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Nach einer ruhigen Nacht und einem schönen morgentlichen Spaziergang am Strand umfuhren wir L´Orient um zur Presqu´île de Quiberon zu fahren. Auf der einen Seite, der Côte Sauvage, sind nur felsen und wilde Landschaft und auf der anderen Seite schöne Sandstrände. Wie eine kleine Zusammenfassung der ganzen Bretagne. Dort wollten wir einen Camping ansteuern und gegen Nachmittag und einem Hunde-Cache-Spaziergang machten Thomas und ich noch die Hafenstadt Quiberon mit dem Fahrrad unsicher. Ein tolles Herrenhaus lockte uns auch mit einem Cache. Romantisch und gespenstisch gleichzeitig, wie es auf den Felsen trohnt. Der Hafen mit seinen kleinen Restaurants und Geschäften gefiel uns sehr gut und wir ließen uns Fish & Chips und gegrillte Sardinen schmecken.

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Nachdem es nachts tatsächlich etwas geregnet hatte (morgens nicht mehr – so gehört sich das ;-) ) wollten wir uns Auray anschauen, Eigentlich dachten wir, dass ein bewölkter Tag für einen Stadtbummel perfekt passt. Aber natürlich kam gegen Mittag wieder die Sonne raus. Und so konnten wir unseren Mittags-Stop bei La Trinité gleich neben Carnac in der Sonne genießen. Was für eine tolle Ecke! Strände wie im Süden und La Trinité selbst hat einen ganz tollen kleinen Hafen!

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In Auray fühlte man sich in die Piratenzeit zurückversetzt. Ganz toll, diese kleine Stadt!

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Ach und dort gab es endlich wieder einen “Al´aise Breizh”-Shop, was soviel heißt wie “Los gehts, Bretagne”. Den ganzen Urlaub über verfolgten uns diese süßen Figuren und abgesehen von Aufklebern auf dem Wohnmobil hatte Thomas sich ja noch das T-Shirt gekauft. Ihr erinnert euch an die Hunde-Zerreiß-Aktion von Matze? Nun, hier endlich fand ich auch ein Shirt und eine Weste für Frauen. Wenn auch leider nicht unser Camping-Ker-Shirt ;-) mit Thomas am Steuer und mir auf dem Dach :-)

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Jetzt stehen wir südlich von Auray in Locmariaquer. Wieder ein toller Stellplatz direkt am Meer mit den “Pierres Plates” nebenan, einer Grabkammer ca aus der Zeit von 4000 v.Chr.

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Hier fängt der Golf du Morbihan an. Die nette Verkäuferin im Alaise Breizh Laden meinte, wir sollten zur Ile aux Moines übersetzen. Mal guggen, was der Tag morgen so bringt.
Bis dahin….bonne nuit :-)

Presqu´île de Crozon

Jetzt rief die Halbinsel Crozon, Presqu´ Ile de Crozon, dieser mittlere Zipfel im äußersten Westen der Bretagne.
An der Pointe de St. Mathieu, noch vor Brest, legten wir noch einen Zwischenstopp ein, eigentlich um den Leuchtturm zu besichtigen….der leider dienstags geschlossen war…..laut Reiseführer montags……aber damit nehmen es die Franzosen eh nicht so genau….Egal. Die Gegend war der Knüller und man sah hinüber bis zur Ile de Crozon.

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Brest umfuhren wir großräumig. Die Stadt soll nicht sehenswert sein und bei Sonne pur war uns eher nach Küste und Meer als nach Stadt zumute.
Brest ist nach wie vor einer der wichtigsten Militärhäfen Frankreichs und so sah man auch von der Ile de Crozon aus immer wieder Militärboote in der Bucht patrouillieren. Brest ist auch ein U-Boot-Hafen und man soll in der Bucht sogar U-Boote auftauchen sehen – uns ist keins begegnet. Von der Pointe des Espagnols aus, wo auch mal wieder Altmeister Vauban eine Festung errichtet hat, sieht man den U-Boot-Hafen sehr gut.
Vauban war hier sowieso mal wieder fleißig entlang der Küste und so spazieren wir noch zu einer kleinen Ruine. Eigentlich würde sich eine richtige Wanderung hier auf dem Küstenwanderweg anbieten, aber es ist einfach zu heiß dazu. Wer hätte das gedacht – uns ist die Bretagne zu heiß ;-) Im Süden wären wir eingegangen wie die Primelchen……wir Nordlichter :-)

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Genau hinschauen: Thomas hält nen Cache in der Hand ;-)

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Camaret war das letzte Ziel des Tages. Erst ein kühles Bier im Hafen, dann ne kleine Cache-Runde und schließlich ein genialer Stellplatz direkt neben einem Feld voller Menhire und unweit eines wahnsinns Strandes!!

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Hoch über der Bucht und dem Strand stehen noch die Ruinen eines alten tollen Manoirs, eines Herrenhauses. Kennt jemand den Film/das Buch/das Musical REBECCA? So stelle ich mir Manderley vor.

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Am nächsten Morgen ließen wir uns um 7 Uhr vom Wecker aus der Koje werfen, nur um die Bucht noch ganz für uns alleine zu haben und die Hundies sausen zu lassen. Das hat sich bisher immer bewährt in diesem Urlaub – und so auch heute. Erst noch recht kalt in der schattigen Bucht kam bald die Sonne hinter den Hügeln hoch und wärmte uns! Traumhaft schön!!

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Der Tag versprach wieder, ordentlich heiß zu werden und so machten wir uns gleich nach dem Frühstück zu einer kleinen Wanderung über das Cap de Camaret auf. Wir wollten später ja auch noch ein wenig weiterfahren zur Pointe de Penhir, Cap de la Chêvre und Morgat bis zu einem Campingplatz in Telgruc-sur-Mer.
Dort verbrachten wir die letzte Nacht auf der île de Crozon.
Einen tollen Badestopp konnten wir an der Anse de Dinan einlegen. Davon gibts keine Fotos ;-) Wir sind einfach mit Badesachen und Handtuch aus dem Auto raus und rein ins Meer!

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Cote de Granit Rose und Finistère – das Ende der Welt

Unser Stellplatz vor der Ile de Brehat hatte leichte Schräglage – und die reichte aus, dass Thomas am nächsten Morgen Seekrank war. Wirklich! Ihm wird es ja in Hühnerfeld bei der Schräge in Mamas Wohnung schon übel …
Kaum waren wir wieder on the road ging es ihm gleich besser. Zuerst ging es noch nach Treguier, einem schönen kleinen alten Städtchen bevor wir die Cote de Granit Rose ansteuerten.

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Dieser Küste wird gesäumt von Felsen aus rotem Granit und die nehmen mitunter ganz bizarre Formen an. Südlich von Tregastel fanden wir einen herrlichen Campingplatz und wir hatten unser Resort direkt am Meer! Stellplatz mit eigenem Strand, sozusagen. Außerdem gab es ein kleines Restaurant, das uns mit Fischgerichten anlockte. Und das Essen war super! Wir aßen mal keine Muscheln sondern Scholle, die herrlich frisch war und ganz einfach ohne viel Schnickschnack zubereitet wurde. Ein Kompliment an den Koch und wir überlegten ernsthaft kurz, eine Nacht länger hier zu bleiben um am nächsten Abend nochmal hier essen zu können mit herrlischem Blick auf die Bucht. Aber es trieb uns doch weiter. Endlich ins Finistère!

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Wir wollten mal wieder einen etwas größeren Sprung machen und fuhren über St. Pol de Leon weiter Rg. Brignogan Plages. In St. Pol gab es einen schönen Womo-Stellplatz direkt an der Hafenmauer. Dort machten wir unsere Mittagspause und nach dem Essen noch einen schönen Spaziergang. Auf Roscoff hatten wir keine Lust. Soll zwar eine schöne Hafenstadt sein, aber nach Stadt stand uns einfach nicht der Sinn. Etwas weiter westlich von Brignogan Plages – in Guiseny, fanden wir einen kleinen Parkplatz direkt am langen Sandstrand und von Menhiren gesäumt. Es war zwar erst früher Nachmittag, aber nach einem Hundespaziergang am Strand und einem Cache-Ausflug mit dem Fahrrad beschlossen wir, die Nacht dort zu verbringen. So konnten wir auch gleich am nächsten Morgen wieder die Hunde am Strand flitzen lassen. Morgens kam leichter Nebel auf, was die Menhire irgendwie gespenstisch wirken lies.

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Morgens fuhren wir noch nach Lilia, einem kleinen Küstenort, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Phare de l´Ile Vierge hat. Bei Ebbe kann man auch zum Leuchtturm rüberwandern und ihn besichtigen – und wie so oft, wenn man KEIN Wasser braucht, ist es ausnahmsweise mal da…..also blieb uns nur der Blick rüber, der aber wirklich phantastisch ist.

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Den nächsten Küstenabschnitt nennt man auch die Côte des Abers – Abers sind Einschnitte in die Landschaft, die Fjorden ähneln. Das wollten wir uns auf jeden Fall ansehen. Hier die Aussicht auf den Aber Wrac´h.

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Unser Tagesziel war die Pointe de Corsen, gleich gegenüber der Ile d´Ousseant. Die Pointe de Corsen ist der westlichste Zipfel Frankreichs – also weiter Rg. Amerika kommen wir in Frankreich auf dem Festland quasi nicht ;-) Der ganze Küstenabschnitt dorthin ist eine absolute Wucht. Hier sieht es wirklich aus wie am Ende der Welt – am Finistère. Schroffe Felsen um die die Wellen tosen, der Wind pfeift uns um die Ohren und das Alles bei herrlichem Sonnenschein! Abgesehen davon, dass ab und zu sich mal wieder eine Bucht mit weißen Sandstränden auftut, womit man hier so gar nicht rechnet. Der absolute Wahnsinn!

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Bevor wir den Stellplatz direkt am Meer bei Lampaul-Plouarzel ansteuerten statteten wir noch dem Menhir von Kerloas einen Besuch ab. Dieser “Hinkelstein” ist 10 Meter hoch und 15 Tonnen schwer. Wie bitte haben die “Gallier” den damals über drei Kilometer hierher transportiert? Also ich glaube, Obelix und den Zaubertrank gab es wirklich…..

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Hier sind wir…..dort wo der Dauerschreiber links außen hinzeigt……

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Und zum Abschluss eines genialen Tages am westlichsten Punkt Frankreichs gab es noch einen perfekten Sonnenuntergang!

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Bretagne 2013 – immer weiter die Nordküste entlang

Hier noch der Blick vom Camping aus rüber zur Altstadt von St. Malo

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Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Hundespaziergang rund um die Halbinsel Saint Servan, auf der der Campint d´Alet liegt, ging es weiter Rg. Cap Fréhel. Eigentlich wollten wir noch einen Zwischenstopp in St. Cast le Guildo einlegen, doch eine temporär aufgebaute Barriere mit 2,20 m höhe versperrte uns die Weiterfahrt. Also raus aus diesem Ort und gleich Rg. Cap Fréhel. Dort durften wir dann auch parken (4 EUR – aber nur bis 22 Uhr – also nix mit übernachten) und konnten zum Leuchtturm spazieren. Die Küste ist dort wirklich gigantisch.

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Nach einer ausgiebigen Mittagspause am Cap Fréhel und einem schönen Spaziergang fuhren wir weiter bis Val André. Laut unserem Womo-Buch sollte es dort einen Stellplatz geben. Als wir zu den angegebenen Koordinaten kamen prangte dort aber ein schönes Womo-Verboten-Schild. Na klasse. Doch duch Zufall hörte ich das Gespräch zweier ebenfalls dort ratlos rumstehenden Wohnmobilisten mit und da ging es wohl darum, dass der eine dem anderen nachfahren sollte. Kannten die vielleicht einen Platz? Also ich wieder rein ins Womo und zu Thomas: “Fahr den beiden nach”. Er guggte mich verdutzt an, musste dann aber lachen, als er hörte, warum er hinterher sollte. Und tatsächlich: sie steuerten einen Wohnmobilstellplatz im gleichen Ort an. 6 EUR die Nacht und nur 200 m von der Promenade und dem langen Sandstrand entfernt. Soweit so gut. Toller Stellplatz…..Hundeverbot an Promenade und Strand. Wir gingen trotzdem mit unseren Beiden an der Promenade spazieren und ein Bier trinken. Und als wir den einzigen Cache im Ort suchten und dazu einen kleinen Pfad hinaufkletterten fanden wir eine Nachbarbucht, die sich hervorragend für den Hunde-am-Meer-rumtoben-lassen-am-frühen-Morgen-Spaziergang eignete. Wir trollten uns also zufrieden wieder ins Womo und freuten uns auf den nächsten Morgen. Und diese Bucht war wirklich für uns wie gemacht! Matze, Peanuts und wir hatten unseren Spass!

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Weiter ging es die Küste entlang bis nach Plouha – Palus Plage. Eigentlich wollten wir dort nur einen Badestop machen, doch der Stellplatz war so genial, da sind wir einfach dort geblieben. Toller Strand, an dem die Hunde abends ab 20 Uhr und morgens bis 10 Uhr sogar erlaubt waren! Das ist ja mal was Neues! Außerdem kleine Restaurants und der Bäcker kommt morgens mit dem Auto in das recht abgelegene Tal. Witzig war, dass punkt 20 Uhr sämtliche Reiter der Umgebung zum Strand kamen! Ein Bild für die Götter – die Ritten in die Bucht uns gingen sogar mit den Pferden baden! Ach, was wär ich da gern dabei gewesen!
Um die Zeit am nächsten Morgen auch nutzen zu können stellten wir uns den Wecker für 7 Uhr um gleich mit Peanuts und Máté toben zu können. Das hat sich gelohnt! Im Sonnenaufgang die Bucht ganz für uns alleine!

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Der Bäcker kam pünktlich um halb 9 und nach den weltbesten Croissants und mit wieder trockenen kurzen Hosen steuerten wir Rg. Pointe de l´Arcouest – wir wollten versuchen, mit den Hunden zur Ile de Bréhat überzusetzen. Die autofreie Insel hat mediterranes Klima. Dort wachsen Palmen, Feigenbäume, Mimosen…..und die Landschaft ist der Hammer! Sowas haben wir noch nicht gesehen. Die Süd- und die Nordinsel sind über eine kleine Steinbrücke miteinander verbunden und rings um die Hauptinseln (die sind 1,5 km breit und 3 km lang) liegen lauter kleine Inseln und Felsen. Wir kamen uns vor, wie in einer anderen Welt!

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Die Hunde durften mit aufs Boot und haben die Hin- und Rückfahrt super gemeistert. Nach einem wunderschönen Tag auf der Insel konnten wir mit dem Wohnmobil sogar auf unserem Parkplatz direkt gegenüber der Insel stehen bleiben und haben einen tollen Ausblick hinüber! Es war einfach nur ein ganz toller, spannender Tag mit vielen Eindrücken und bootfahrenden Vierbeinern :-) Scheeeeen….. ;-)
Unser Stellplatz (wo ich grad sitz und schreib…..)

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Bretagne 2013 – Anreise und die ersten Tage

Am 23.08. ging es gleich nach der Arbeit noch los. Wir steuerten unseren Stellplatz am Kanal bei Verdun an, um schon mal die ersten 200 km hinter uns zu haben. Dieses Mal schien auch die Sonne und so konnten wir den Sonnenuntergang am Wasser genießen. Urlaubsfeeling inklusive :-) Übrigens: autorisierte Fahrzeuge dürfen sich sogar ins Wasser stürzen ;-)

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Samstags morgens ging es über schöne leere Autobahnen weiter Rg. Normandie. Der Camping in Courseulles sur Mer war die erste Anlaufstation am Meer. Genau dort haben wir die letzten Tage im Mai verbracht und der Strand ist für die Hunde einfach genial – für uns aber auch!

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Sonntags ließen wir den Mont Saint Michel außen vor. Erstens war Sonntag und dann haben die Franzosen auch noch Ferien – das Chaos wollten wir uns nicht antun. Auch wenns schwer viel und die leckeren Caramelbonbons ganz laut nach mir gerufen haben……

Wir wollten Rg. Cancale, machten aber vorher noch einen Abstecher zum Champ Dolent bzw. zum Menhir…..ich glaub, Obelix hat da was vergessen…..

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Nach einem ordentlichen Picknick direkt am Hinkelstein ging es weiter nach Cancale. Der Stellplatz ist praktisch aber hässlich. Naja, man ist recht schnell in der Hafenstadt, zahlt 6 EUR für die Nacht und morgens kommt sogar in der Saison ein Bäcker. Da will ich mal nicht meckern ;-) Cancale selbst war an diesem Sonntag recht stark besucht. Aus Cancale stammen angeblich die besten Austern. Überall saßen auch Touristen und aßen Austern, die man direkt am Hafen inkl. Zitrone kaufen konnte. Nach meinem Austern-Probieren im letzten Normandieurlaub war mir allerdings nicht nach einer Wiederholung zumute und auch Thomas konnte sich nicht überwinden. Erst recht nicht, nachdem wir auf einer Info-Tafel gelesen haben, was man alles für Organe und Körperteile mitisst. Und das bei einem lebenden “Tier”? Nö….merci. Tja, wir entschieden uns dann für (gekochte) Moules marinières und dachten nicht drüber nach, ob auch hier alle Körperteile wie bei einer Auster noch dran waren……jedenfalls waren die super lecker :-)
Der Himmel hatte sich mittags zugezogen und so lagen die Austernbänke bei Ebbe gespenstisch da. Wir konnten hier noch einen witzigen Cache machen, bei dem das Final in einer Austerntasche auf einer dieser Austernbänke befestigt war. Bei Flut ist das Final gar nicht zu erreichen.

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Von Cancale aus ging es montags weiter nach St. Malo. Tja, aber auf dem Weg dorthin dachten wir plötzlich, wir seien an der Cote d´Azur. So tolle Strände – damit hätte ich in diesem Teil der Bretagne nicht gerechnet. Wir bogen spontan von der Hauptroute ab und fanden….einen Wohnmobilstellplatz!! Gebührenfrei und klasse angelegt. Und – 500 Meter von einem genialen Strand entfernt! Da war klar, hier bleiben wir.

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Wir fanden sogar noch eine kleine Kneipe, in der wir Galettes essen konnten und morgens gab es in einem Mini-Geschäft am Strand frisches Baguette und Croissants. Also hier könnte man ne weile bleiben. Aber es wartete ja noch die ganze Küste auf uns und so ging es dann dienstags doch weiter nach St. Malo. Dort fuhren wir auf einen Campingplatz gleich beim Fährhafen, denn die Wohnmobilstellplätze lagen viel zu weit Außerhalb und wir wollten in Ruhe die Altstadt erkunden. Auch so war es ne gute halbe Stunde Fußmarsch.

St. Malo ist eine schöne alte Stadt im Kern “Intra Muros”. Wir konnten zwar durch die Gassen schlendern, aber auf der tollen Außenmauer, den Remparts, waren Hunde verboten. Ebenso wie am Strand. Doch das Finale eines Caches lag beim Vauban-Fort, das nur bei Ebbe erreichbar war und so haben wir diese Verbotsschilder am Strand mal kurz übersehen. Ging uns schon auf die Nerven, dass man das Gefühl hatte, mit Hunden hier in dieser Stadt nicht so willkommen zu sein.

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Der leichte Nebel war ideal für die Stadtbesichtigung, denn es war angenehm warm und nicht zu heiß. Gegen späten Nachmittag schlenderten wir zurück zum Camping, auch hier die Hundeverbotsschilder entlang der Kaimauern missachtend. So was bescheuertes. Überall zwischen den Felsen lag Müll….von MENSCHEN, nicht von Hunden. Naja, die Stadt hat uns trotzdem gefallen. Vielleicht sollten wir unsere Reisezeit noch weiter nach hinten verlegen. Denn in den Sommermonaten haben die sonst so hundefreundlichen Franzosen anscheinend was gegen die Vierbeiner am Strand. Vom Camping aus genossen wir noch den Blick hinüber zur Altstadt.

Auf der Heimfahrt…..

…..suchen wir uns willkürlich irgendeinen Stellplatz, der auf halber Strecke nach Hause liegt und trauen bei der Ankunft unseren Augen nicht: wir landem an einem Kanal, der unterirdisch in einem Tunnel 5760 Meter lang verläuft, 1802 von Napoleon I. erbaut wurde und weltweit der Einzige seiner Art ist: durch ihn werden von einem Boot, das elektrisch betrieben sich an einer Kette entlang bewegt Schiffe gezogen und somit diesen Schiffen aus den Binnengewässern Belgiens und Nordfrankreichs einen Zugang zur Seine ermöglicht.
Bei Wikipedia findet man einen deutschen Beitrag unter “Riquevaltunnel”.

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Die Fahrt durch den Tunnel dauert um die zwei Stunden und natürlich haben wir grad das Glück, das kurz nach unserer Ankunft wieder ein Schiffstransport am Ende des Tunnels erwartet wird. Wir warten also…..und sind platt! Das müsstet ihr hören, wie sich diese Kolonne durch den Tunnel nähert. Ein Dröhnen gefolgt von Kettenrasseln und einem leichten ” Pling” wie von einem Sonar…..und dann kommen sie in Sicht….

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Nach diesem Spektakel steht die Raubtierfütterung an….sie guggen schon erwartungsvoll ;-)

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….und zum Schluss Nachtisch – aber für uns

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