Cote de Granit Rose und Finistère – das Ende der Welt

Unser Stellplatz vor der Ile de Brehat hatte leichte Schräglage – und die reichte aus, dass Thomas am nächsten Morgen Seekrank war. Wirklich! Ihm wird es ja in Hühnerfeld bei der Schräge in Mamas Wohnung schon übel …
Kaum waren wir wieder on the road ging es ihm gleich besser. Zuerst ging es noch nach Treguier, einem schönen kleinen alten Städtchen bevor wir die Cote de Granit Rose ansteuerten.

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Dieser Küste wird gesäumt von Felsen aus rotem Granit und die nehmen mitunter ganz bizarre Formen an. Südlich von Tregastel fanden wir einen herrlichen Campingplatz und wir hatten unser Resort direkt am Meer! Stellplatz mit eigenem Strand, sozusagen. Außerdem gab es ein kleines Restaurant, das uns mit Fischgerichten anlockte. Und das Essen war super! Wir aßen mal keine Muscheln sondern Scholle, die herrlich frisch war und ganz einfach ohne viel Schnickschnack zubereitet wurde. Ein Kompliment an den Koch und wir überlegten ernsthaft kurz, eine Nacht länger hier zu bleiben um am nächsten Abend nochmal hier essen zu können mit herrlischem Blick auf die Bucht. Aber es trieb uns doch weiter. Endlich ins Finistère!

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Wir wollten mal wieder einen etwas größeren Sprung machen und fuhren über St. Pol de Leon weiter Rg. Brignogan Plages. In St. Pol gab es einen schönen Womo-Stellplatz direkt an der Hafenmauer. Dort machten wir unsere Mittagspause und nach dem Essen noch einen schönen Spaziergang. Auf Roscoff hatten wir keine Lust. Soll zwar eine schöne Hafenstadt sein, aber nach Stadt stand uns einfach nicht der Sinn. Etwas weiter westlich von Brignogan Plages – in Guiseny, fanden wir einen kleinen Parkplatz direkt am langen Sandstrand und von Menhiren gesäumt. Es war zwar erst früher Nachmittag, aber nach einem Hundespaziergang am Strand und einem Cache-Ausflug mit dem Fahrrad beschlossen wir, die Nacht dort zu verbringen. So konnten wir auch gleich am nächsten Morgen wieder die Hunde am Strand flitzen lassen. Morgens kam leichter Nebel auf, was die Menhire irgendwie gespenstisch wirken lies.

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Morgens fuhren wir noch nach Lilia, einem kleinen Küstenort, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Phare de l´Ile Vierge hat. Bei Ebbe kann man auch zum Leuchtturm rüberwandern und ihn besichtigen – und wie so oft, wenn man KEIN Wasser braucht, ist es ausnahmsweise mal da…..also blieb uns nur der Blick rüber, der aber wirklich phantastisch ist.

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Den nächsten Küstenabschnitt nennt man auch die Côte des Abers – Abers sind Einschnitte in die Landschaft, die Fjorden ähneln. Das wollten wir uns auf jeden Fall ansehen. Hier die Aussicht auf den Aber Wrac´h.

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Unser Tagesziel war die Pointe de Corsen, gleich gegenüber der Ile d´Ousseant. Die Pointe de Corsen ist der westlichste Zipfel Frankreichs – also weiter Rg. Amerika kommen wir in Frankreich auf dem Festland quasi nicht ;-) Der ganze Küstenabschnitt dorthin ist eine absolute Wucht. Hier sieht es wirklich aus wie am Ende der Welt – am Finistère. Schroffe Felsen um die die Wellen tosen, der Wind pfeift uns um die Ohren und das Alles bei herrlichem Sonnenschein! Abgesehen davon, dass ab und zu sich mal wieder eine Bucht mit weißen Sandstränden auftut, womit man hier so gar nicht rechnet. Der absolute Wahnsinn!

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Bevor wir den Stellplatz direkt am Meer bei Lampaul-Plouarzel ansteuerten statteten wir noch dem Menhir von Kerloas einen Besuch ab. Dieser “Hinkelstein” ist 10 Meter hoch und 15 Tonnen schwer. Wie bitte haben die “Gallier” den damals über drei Kilometer hierher transportiert? Also ich glaube, Obelix und den Zaubertrank gab es wirklich…..

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Hier sind wir…..dort wo der Dauerschreiber links außen hinzeigt……

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Und zum Abschluss eines genialen Tages am westlichsten Punkt Frankreichs gab es noch einen perfekten Sonnenuntergang!

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