La Galerie du Freudenberg

Galerie du Freudenberg

Die Maginot-Linie. Sie diente dazu, die Grenze zu Frankreich zu sichern. Hier im Bitcherland sind noch etliche Bunker vorhanden. Offiziell zu besichtigen ist der Simserhof in der Nähe von Bitche. Aber offiziell ist ja langweilig – also haben wir uns für eine nicht ganz öffentlich zugängliche Bunkeranlage entschieden – die Galerie du Freudenberg. Die Bunkeranlage liegt unweit des Simserhofes und durch Geocaching haben wir sie entdeckt. Bereits Anfang des Jahres haben wir im Wald versteckt den Zugang gefunden: http://wenskat.de/?p=135. Allerdings haben wir bis Heute gewartet, um dieses gigantische Bauwerk zu besuchen. Wir hatten noch ein befreundetes Cacherpaar dabei und waren mit Stirn- und Taschenlampen ausgerüstet – denn unter Anderem mussten wir durch den hier auf dem Foto abgebildeten, über 500 Meter langen Gang. Er schien endlos! Vorteilhaft sind die weiß gestrichenen Wände. Durch unsere starken Lampen wirkte der Gang nicht mehr so extrem beängstigend! Auf dem Rückweg fiel uns auch die Zugluft auf – also an Frischluft hat es uns hier unten auch nicht gemangelt.

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Die Cash-Dose – hier konnten wir “beweisen”, dass wir hier waren. Unser Stempel ist jetzt endlich auch im Logbuch. Ich muss zugeben, ich hab einige Urängste überwinden müssen, um hierher zu kommen. Aber es hat sich gelohnt!!

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Am Ende des Ganges fanden wir den Cache. Und dieses enge Treppenhaus führte uns nach oben in einen der Wehrtürme.

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“Beam me up, Scotty” – Thomas in einem der Türme.

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An manchen Stellen stand Wasser – oft nur Knöcheltief und mit Gummistiefeln für uns problemlos. Hier im Turm stand eine etwas tiefere Pfütze – und schaut mal genau hin – das ist doch ein Fisch :-)

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Lavabo – Waschbecken – steht dran und ist auch noch vorhanden! Die Kabel sind alle geklaut, wie man auch auf dem nächsten Foto sieht. Da sind nur noch die Spuren an den Wänden wo einst die Kabel entlang liefen.

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Offizierszimmer Nr. 32…..

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….hat eher nen Gefängniszellen-Charme…..

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Die Metallbetten stehen auch noch. Rechts an der Wand eine Reihe Tische mit einer Sitzbank. Die Betten waren sehr eng und kurz.

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Auch die typisch französischen Toiletten dürfen nicht fehlen. Erstaunlich, dass das ganze Keramik überhaupt nicht kaputt war. Bis auf das Graffiti in einem der Mannschaftsquartiere konnten wir sowieso keine Spuren von Vandalismus erkennen. Im Gegenteil – es ist unfassbar, wie sauber es hier unten ist. Kein Müll, keine toten Tiere!

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Die Küche. Der Ofen war noch komplett erhalten. Was man nicht sieht sind die riesigen Waschbecken an der anderen Wand.

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Von diesen großen Treppenhäusern gab es 2 Stück, die wieder in Wehrtürmen endeten. Dieses Mal gab es am oberen Ende auch Metalltüren, durch die man früher in die Bunker gelangt ist. Heute sind diese Türen von Außen mit großen Steinen versperrt, damit niemand rein kommt…..aber es gibt da ja noch Hintertüren :-)

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Große Hauptzugangstür im oberen Teil des Wehrturms – wie gesagt von Außen verrammelt.

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Thomas im Wehrturm an der Schießscharte. Wenn da jetzt ein Spaziergänger vorbei gehen würde … :-)

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Ausblick aus der Schießscharte in eine heute Gott sei Dank friedliche Welt.

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Jeanette beim Aufstieg in den Gefechtsturm. Die Metall-Leiter links im Bild war perfekt erhalten. Auf der rechten Seite im Turm verlief eine dicke Kette, die wohl die Geschütze nach Oben transportiert hat – die sah aus wie frisch geölt!!

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Nach über einer Stunde ging es den “Notausgang” wieder raus. Hier konnte man nicht aufrecht gehen, aber der Gang war auch nur knapp 100 Meter lang. Durch den Regen und das Schmelzwasser stand hier auch Wasser drin – oder besser gesagt, es floss hindurch.

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Der Ausgang (für uns auch Eingang) – ein absolutes Abenteuer war dieser Lost Place. Unglaublich, was sich hier alles abgespielt hat. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie sich die Männer zu Kriegszeiten in diesen Betonfestungen gefühlt haben. Die Größe dieser Anlage, die langen Gänge, die Vielzahl der Räume (hier sind nur ein paar Fotos von einigen wenigen Räumen), die Installationen, die Höhe und Größe der Räume, die 4-stöckigen Treppenhäuser, das verbaute Material – tief beeindruckt kann ich da nur sagen. Das war mit Sicherheit nicht unser letzter Bunker – aber wir werden auch mal die offizielle Variante wählen und uns den Simserhof anschauen. Der Witz ist nämlich, ich wollte dort nie wirklich hin, da ich Platzangst hab :-) Das ist ja nach Heute kein Thema mehr!!